Kraftstoff herstellen

🛢️In der Schweiz bohrt kein Logistiker auf seinem Betriebshof nach Öl. Und niemand baut eine kleine Raffinerie neben die LKW-Garage. Doch genau das wäre Unabhängigkeit.🇨🇭


⛽ Klingt absurd und war es viele Jahrzehnte auch. Denn beim Diesel ist der Logistiker immer schon Konsument gewesen. Er kauft ein was andere fördern, dann verarbeiten und zum Schluss vertreiben. Mit allen Margen, allen Preisrisiken, allen geopolitischen Schwankungen die da dranhängen. Er ist mit seinen Trucks hier schlicht das Ende der Nahrungskette.

🛣️ Und weil das schon immer die Normalität war, denkt kaum noch jemand wirklich darüber nach. Dabei lohnt sich genau das besonders, wenn man den Blick über den Tellerrand gleiten lässt und die Elektromobilität entdeckt.

🔌 Bei Strom ist das auf einmal anders. Ich kann einen Teil meines Treibstoffs selbst herstellen. Entweder auf meinem eigenen Dach oder auch auf dem Dach des Nachbarn, wenn der den Strom nicht braucht oder zu viel davon hat. Direkt verfügbar für die hungrigen Trucks die ohnehin nachts im Hof stehen.

☀️ Was wir hier erleben ist keine Nebenwirkung der Elektrifizierung. Das ist eine ganz andere Rolle in der Wertschöpfungskette. Denn auf einmal stehe ich nicht vollständig ausgeliefert an deren Ende. In der Branche reden wir über Reichweite, Ladedauer, Netzanschluss, Investitionskosten. Alles berechtigt, alles wichtig. Aber das eigentlich Disruptive verstecken wir dabei: der Logistiker wechselt vom Einkäufer zum Produzenten.

💪 Klar, das passiert nicht magisch über Nacht. Es braucht PV-Fläche, einen Batteriespeicher der die Energie in die Abendstunden verschiebt und Lastspitzen abfedert und mehr noch als braucht Investition und Mut um vom Diesel-Konsumenten zum Strom-Produzenten der eigenen Flotte zu werden.

💁 Glaubst Du mir nicht? Brauchst Du auch nicht, denn wir rechnen das gerade vor, Truck für Truck, Hof für Hof. Mehr dazu in den nächsten Wochen.